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Systemischer Lupus Erythematodes (SLE)

ICD-Code
M32.-

Der SLE, für dessen Bezeichnung es keine deutsche Übersetzung gibt, zählt zu den Autoimmunerkrankungen: Das Immunsystem des Betroffenen greift körpereigene Strukturen an und kann dabei großen Schaden anrichten. SLE wird in die Gruppe der Kollagenosen (wörtl. „Bindegewebserkrankungen“) eingereiht und zählt damit zu den rheumatischen Erkrankungen. Beinahe jedes Organ kann im Verlauf der Erkrankung betroffen sein, weshalb das klinische Bild sehr vielfältig und der Verlauf kaum vorhersehbar ist.

Die Erkrankung kann entweder akut oder schleichend einsetzen und entweder schubhaft oder kontinuierlich über viele Jahre verlaufen. Die Patienten klagen in der Regel über Fieber und Abgeschlagenheit. Unter den vielfältigen Symptomen an der Haut, die der Erkrankung ihren Namen gaben, ist das sog. Schmetterlingserythem, eine Rötung im Nasen-Wangen-Bereich, besonders charakteristisch. Sehr häufig kommt es zu schmerzhaften Entzündungen der Gelenke (Arthritis) und der Muskeln (Myositis). Auch innere Organe können von der Erkrankung betroffen sein. Der SLE kann zu Entzündungen der Herzinnenschicht und des Herzbeutels (Endokarditis und Perikarditis) sowie des Rippen- und Lungenfells (Pleuritis) führen. Eine Beteiligung der Nieren (Glomerulonephritis) äußert sich in hohem Blutdruck und Ödemen. Die roten und weißen Blutzellen sowie die Blutplättchen können stark vermindert sein, was zu Infekten und Blutungsneigung führt. Auch das Nervensystem kann auf vielfältigste Weise betroffen sein.